Pöttinger: 150 Jahre bestes Arbeitsergebnis

Im Gedenken an die ruhmreiche Vergangenheit und mit optimistischem Blick in die Zukunft feiert Pöttinger heuer seine 150-jährige Erfolgsgeschichte. Vom Jahr 1871 an hat der Landtechnikhersteller aus Österreich immer Wege gesucht, um die Arbeit in der Landwirtschaft leichter und effizienter zu machen. Die Produktpalette wuchst ständig und wurde immer den jeweiligen Bedürfnissen und Gegebenheiten angepasst. Das beste Arbeitsergebnis stand dabei immer im Mittelpunkt.

Präzise wie ein Uhrwerk

Der Firmengründer hatte als Uhrmachermeister mit Präzision, als Kunstschmied mit Gespür für Design und als Schlosser punkto Langlebigkeit und Robustheit die besten Voraussetzungen, aus seinen Erfindungen etwas Großes zu machen. Schon bei der Futterschneidemaschine, mit der alles begann, lag die Messlatte sehr hoch. Zum Produktportfolio der Anfangszeit zählten weiters Obstmühlen, Obstpressen, Mehl- und Schrotmühlen für die Futterherstellung, sowie Silo- und Futterhäcksler. Ein Auszug aus den Geschichtsbüchern zeigt, dass 1927 eine Obst- und Traubenmühle mit dem sprechenden Namen „Alkohol“ patentiert wurde. Das Produktionsprogramm wurde ständig erweitert um Pressen, Kreissägen und Häcksler.

Durch die solide Werksarbeit wurden Pöttinger-Geräte in vielen Teilen Österreichs bekannt und die Nachfrage stieg. Um 1950 startete die Serienproduktion von Schwadrechen und Heuauflader, die in Fachkreisen vielbeachtet waren. Das Produktprogramm dieser Zeit war sehr beachtlich und reichte von einfachen und kombinierten Schwadrechen über Gespannmäher bis hin zu Rüben- und Kartoffelvorratsrodern, Obstpressen, Silo- und Futterhäckslern, Ackerwalzen und verschiedenen Jaucheverteilern.

Nach dem Motto „Mach‘s dir leichter“, entwickelte man für die Waldbauern Buschholz-Hackmaschinen. Diese Geräte waren das Sprungbrett in den Export.

Pöttinger bringt das grüne Programm

In den 1950er und 1960er Jahren setzte sich das Unternehmen in verstärktem Maß für die Grünlandbewirtschaftung der Bergbauern ein. Den Anfang machte ein Motormäher, der bei einer Hangneigung bis zu 80 Prozent einsetzbar war. Die Entwicklung der Heuraupe war eine Sternstunde des Unternehmens und revolutionierte die Hang-Mechanisierung.

Die Weiterentwicklungen in der Futterernte gingen Schlag auf Schlag: Der Ladewagen wurde aufbauend auf den Heuauflader entwickelt. Pöttinger war hier Pionier und ist seitdem Weltmarktführer. Den Anfang bildete der LW 14 Pionier mit 14 m3 Fassungsvermögen, einem reinen Langgut-Ladewagen ohne Schneidwerk. Eine entscheidende Phase in der Entwicklung war die Idee, einen Ladewagen mit Schneidwerk zu bauen. Diese Schneidwerk besaß in den meisten Fällen 2 bis 6 Messer. Der dritte Entwicklungsschritt umfasste ein Schneidwerk mit hoher Messeranzahl, also ein Kurzschnitt-Ladewagen der mit einem Dosiergerät für die Entladung kombiniert war. Der TREND wurde zum Erfolgs-Ladewagen in ganz Europa. Die Einführung des Hochleistungsladewagens JUMBO für den Großflächeneinsatz 1999 leitete eine Trendumkehr in der Siliertechnik ein: Als wirtschaftliche Alternative zum Selbstfahrhäcksler gewinnt seither der Ladewagen weltweit an Bedeutung.

In den 1960er und 1970er Jahren, trat der Maisanbau seinen Siegeszug in ganz Europa an. Aus diesem Grund wurde die vorhandene Häckseltechnik aus dem Ladewagen adoptiert und den geänderten Anforderungen angepasst. Der Maishäcksler MEX trat 1969 mit überwältigendem Erfolg an. Das Wort „mexen“ setzt sich als üblicher Begriff unter den Landwirten durch. Eine besondere Produktentwicklung der 1980er Jahre war die neue Mäher-Generation mit dem Namen CAT. Das gleichnamige Musical hatte Weltpremiere.

Mit der Entwicklung der eigenen Rundballenpresse IMPRESS und Markteinführung 2016 landete Pöttinger im Grünlandsegment einen weiteren erfolgreichen Coup in der Grünlandbewirtschaftung.

Der Löwe im Feld

In der Zwischenzeit streckte der Grünlandprofi seine Fühler auch in Richtung Bodenbearbeitung aus. Durch den Erwerb der Bayerischen Pflugfabrik in  Landsberg am Lech (DE) 1975 gehörten nun Grubber (SYNKRO), Pflüge (SERVO) und Kreiseleggen (LION, der Löwe im Feld), zum Standardprogramm. 2001 wurde mit der Übernahme des Rabe-Werkes in Bernburg (DE) die Weichen für eine weitere Produktsparte gestellt. Pöttinger Sämaschinen überzeugen seither durch höchste Funktionalität, Betriebssicherheit und Funktionalität. Zum umfangreichen Sortiment zählen mechanische und pneumatische Sämaschinen, sowie Geräte für die Mulchsaat. Ab August 2021 wird eine der letzten Lücken im Ackerbau-Sortiment des österreichischen Traditionsunternehmens geschlossen: Mit Rollhacken, Hackgeräten und Striegeln bietet Pöttinger flexible und effiziente Maschinen um sich den neuen Herausforderungen in der Kulturpflege stellen zu können.

Ehre die Vergangenheit – sei die Zukunft.

Mit bahnbrechenden Innovationen wie dem neuen JUMBO Ladewagen, der AEROSEM FDD Fronttank-Sämaschine, der Anbindung an den agrirouter, Next Machine Management und vielen weiteren Lösungen im Bereich der digitalen Landtechnik wird Pöttinger auch in Zukunft die Arbeit in der Landwirtschaft bestmöglich und nachhaltig unterstützen. Gregor Dietachmayr, der Sprecher der Geschäftsführung zeichnet ein positives Bild: „Wir tragen den Pionier-Geist im Sinne unseres Gründers weiter. Bei unseren bewährten Maschinen und bei den Neuentwicklungen haben wir stets das Ohr am Puls der Zeit. Das Denken in Lösungen haben wir von unseren Vorgängern übernommen und können so optimistisch in die Zukunft blicken. Denn wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen sehr bewusst. Als zuverlässiger Partner mit Handschlagqualität nehmen wir auch in Zukunft die Herausforderungen an, um die Kundenwünsche bestmöglich erfüllen zu können.“

Quelle: PÖTTINGER